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Verlieren und Vermissen

Vor 3 Wochen ist meine Tante im Alter von 50 Jahren an Krebs verstorben. Es war das erste Mal das ich auf einer Trauerfeier war. Sie ist mit 20 aus der Kirche ausgetreten. Damals hat sie angefangen sich mit Heilpraktiken und Meditation zu beschäftigen. Später gründete sie eine Schule für , ich nenne es mal , Okkultismus. Mir hat immer gefallen was sie macht da ich selber jemand bin der mehr an die Werte glaubt für die sie eingestanden ist.

Es war ein schmerzlicher Verlust. Ich dachte zuerst ich bleibe cool. Doch als dann mein Cousin , ihr Sohn , anfing zu reden musste ich so stark weinen wie noch nie. Warum nimmt man sie uns einfach weg ? Was hat sie denn getan? Sie war immer im einklang mit dem Leben um sie herum. Ihre Schäferhündin starb damals an altersschwäche. Sie konnt seitdem kein Fleisch mehr essen. Sie rauchte nicht , sie aß nicht ungewöhnlich. Sie kümmerte sich immer um ihren Garten und ihre Katze. Sie hatte 3 Kinder.

Jetzt ist sie tot.

Doch nur weil sie aus meinen Augen ist , ist sie nicht aus meinen Gedanken. Sie wünschte es sich so. Wir sollen das geben was wir von ihr bekommen haben , nicht weinen sondern weiterlachen.

 

Nun war dies die erste Person die ich wohl nicht mehr sehen sollte. Ich habe es nun einigermaßen verkraftet doch wollte die nächste Angst des Verlust wohl nicht lange auf sich warten.

 

Heute um 17 Uhr bekam ich eine Mail von einer alten Freundin die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Wir hatten uns damals gestritten und ich wollte eigentlich nichts mehr mit ihr zu tun haben. Sie hat auch Krebs. Ich wusste nicht was ich antworten sollte. Soll ich sagen "Tut mir leid" oder "Komm her wenn du mich brauchst" sie hatte mich damals ziemlich enttäuscht und ich wollte sie eigentlich nicht mehr sehen oder mich ausnutzen lassen, so wie es mir schon oft in Freundschaft und Partnerschaft ging , weil ich einfach jemand bin der versucht es anderen alles Recht zu machen. Es hat sich zwar geändert durch meine letzte Partnerin , aber ich will nicht das es mir nochmal so ergeht wie schon so oft.

Ich frage mich gerade ob ich zu ihr gehen soll , sie wohnt eigentlich nur 5-10 Minuten zu Fuß enfernt. Doch was soll ich sagen ? Ich weiß keine Worte. Ich würde sie jetzt gern einfach nur in den Arm nehmen.

5.12.06 20:22





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